Gastbeitrag einer erblindeten Kunstkennerin

Tate London anfassen erlaubt
Anette Bach

Ist Kunst zu begreifen?

Eine Rodin-Ausstellung im Folkwang-Museum in Essen! Für mich ein Ereignis! Die Jahre meines Lebens, in denen ich sehen konnte, waren geprägt von Freude und Interesse an der Kunst. Ich habe das Zeichnen geliebt, aber auch Gemälde und die Bildhauerei. Auch wenn ich nicht mehr sehen kann, hat sich mein Interesse für, ich würde sogar sagen, mein Bedürfnis nach Kunst nicht geändert. Also fahre ich nach Essen. An Rodins Werke kann ich mich gut erinnern. Der berühmte „Denker“, „Die Bürger von Calais“ und erst „Der KUSS“. Was würde die Ausstellung bringen? Frust pur! Ich durfte nichts anfassen.

Ich mochte es gar nicht glauben. Was konnte ich an Steinskulpturen zerstören, wenn ich sie nur mit meinen Händen berührte? Auch durch ein aufgelegtes Seidentuch durfte ich nichts anfassen. Ich habe gebeten, geschimpft, argumentiert. Die saure Luft des Ruhrgebietes, die Fliegen, Spinnen und Staub würden sicher eine größere Bedrohung für die Unversehrtheit des Kunstwerks bedeuten. Nichts zu machen!

Ich finde, so geht das nicht! Auch ich weiß natürlich, dass es nicht vernünftig wäre, alle Museums- und Ausstellungsinhalte für jede tastende Hand freizugeben. Aber es ist viel mehr möglich, als zugestanden wird. Sicher, es ist mir oft gelungen, Führungen zu organisieren, bei denen dann am Ende doch die Vitrinen geöffnet oder die Begrenzungsgitter beiseitegeschoben wurden. Aber das war immer Glücksache und abhängig vom guten Willen und der Eigenmächtigkeit des jeweiligen Führers. Ich wünsche mir ein Umdenken. Alle Aussteller sollten verpflichtet sein, sehgeschädigten Menschen ihre Ausstellung zugänglich zu machen. Dafür gibt es Konzepte und weitere können entwickelt werden. Aussteller sollten schlagende Argumente haben müssen, für das, was nicht möglich ist. So etwas wird es immer geben, aber es darf nicht passieren, dass wir in die Rolle der Bittsteller, Überreder oder Krawallmacher gezwungen werden, die etwas angeblich Unmögliches fordem.

Wenn einmal eine gute Fee bei mir vorbeikäme, würde ich mir wünschen, dass vielleicht jedes Bundesland eine Einrichtung schafft, die vollgestopft ist mit Modellen. Es gibt so viele herrliche, spannende und unglaubliche Dinge, die Menschen geschaffen haben: Die Bauten der Inkas, den Taj Mahal, die Oper in Sydney oder die Elbphilharmonie. Selbst wenn ich überall hinfahren könnte und es mir erlaubt wäre, alles zu begehen, zu berühren, so würde sich doch das meiste nicht erschließen. Den David, den Michelangelo geschaffen hat, würde ich nicht mal erkennen, wenn ich auf dem fünf Meter hohen Marmorgebilde herumklettern dürfte.

Modelle herzustellen, ist in Zeiten von Scannern und 3D-Druckern wohl nur noch eine Frage des Wollens.

Bei mir klingelt es. Kommen Feen durch die Haustür?

Zur Autorin 
Anette Bach leitet im DVBS die Bezirksgruppe Hessen. 

Die 66-Jährige organisiert mit dem Leitungsteam regelmäßig Veranstaltungen zu aktuellen Themen und Ausflüge, deren Termine unter dvbs-online.de veröffentlicht werden und die auch interessierten Gästen offen stehen.

Der Beitrag wurde erstmals veröffentlicht in der Horus 2/2018 / Zugängliche Kultur – Marburger Beiträge zur Integration Blinder und Sehbehinderter. Die Veröffentlichung hier erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Museums-Beratungstag am 6. Juni zum Thema ›Sehbehindert im Museum‹

Den diesjährigen Sehbehindertentag nehmen wir zum Anlass und bieten allen interessierten Museumsmitarbeitern eine kostenlose Telefonberatung an. Der DBSV in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund (DMB) hat dieses Jahr das Thema „Sehbehindert im Museum“ ausgerufen. Bundesweit finden in 66 Museen Führungen für sehbehinderte und blinde Besucher statt. Die Veranstaltungen hat der DBSV in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund organisiert. Wir schließen uns mit unserem Service dieser tollen Aktion an — denn auch unser Ziel ist ein „Museum für alle“.

Sie hätten gern ein Angebot für alle, oder eine Erweiterung Ihres Angebots aber Sie wollen dazu noch ein paar Fragen loswerden?

Dafür ist unser Telefon von 9 bis 14 Uhr geschaltet. Jedes Gespräch ist auf 25 Minuten beschränkt. Zu jeder halben Stunde geht’s los. Wir heben nur zur Minute 00 und 30 ab.

Info-Telefon 030. 2345 9978
nur am 6. Juni. 9—14 Uhr

Wir beantworten Ihre Fragen zu folgenden und vielen anderen Themen:

  • Hilfe beim Anfang: Wie öffne ich mein Museum für blinde und sehbehinderte Besucher?
  • Muß ich alles ändern? Wie viel ist ausreichend?
  • Barrierefrei und barrierearm. Wie weit gehen wir?
  • Wie kann ich blinde und sehbehinderte Menschen aktiv werden lassen, z.B. in Workshops oder an Hands-On-Stationen
  • Zahlen und Fakten zu Behinderungen und Inklusion in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  • Design für Alle – eine Illusion? Gibt es das wirklich?
  • Inklusive Stationen, Objekte für alle Sinne, Multisensorik.
  • Braille (Punkschrift) und Großschrift und Pyramidenschrift
  • Taktile Grafiken (Umsetzung und Verständnisgrenzen)
  • Orientierung im Museum und zum Museum – Nutzen und Grenzen (taktiles Bodenleitsystem oder andere Lösungen)
  • Taktile Orientierungspläne, fest oder mobil
  • taktile Objekte – Umsetzungsmöglichkeiten, Grenzen, Nutzen
  • Elektronische Maßnahmen für Barrierefreiheit
  • Audioguides – Vor- und Nachteile
  • u.v.m.

 

 

Die Initiative #goinclusive wurde vom Bundespräsidenten als „Ausgezeichneter Ort“ 2018 prämiert

Für mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft: Die Initiative #goinclusive wurde als „Ausgezeichneter Ort“ 2018 prämiert

Pokal Ausgezeichneter Ort


Berlin, 4. Juni 2018: Das Projekt Inklusionslösungen für Museen der Initiative #goinclusive zählt zu den 100 innovativen Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2018. Zum Jahresmotto „Welten verbinden – Zusammenhalt stärken“ zeigt das Projekt, wie durch Fachwissen, gute Beratung, Empathie und Mut zum Umdenken zukunftsweisende Innovationen im Bereich Museumsgestaltung und Museumspädagogik entstehen können. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank richten den Innovationswettbewerb seit 13 Jahren gemeinsam aus.

Eine unabhängige Jury wählte die Initiative #goinclusive unter knapp 1.500 eingereichten Bewerbungen aus.  

Siegel ausgezeichneter Ort#goinclusive unterstützt Unternehmen und Institutionen, barrierefreie Angebote zu schaffen

Design ohne Barrieren:

„Gutes Design ist für alle gemacht“ sagt die Gestalterin und Mitinitiatorin Ellen Schweizer. Diese Botschaft nimmt die Initiative #goinclusive ernst und setzt sie in inklusiven Projekten für Unternehmen, Museen, Institutionen und öffentliche Stellen um – von den ersten inklusiv gestalteten Bilderbüchern für sehende und blinde Kinder bis zum tastbaren Gebäudeplan oder dem Kunstgemälde als 3-D-Relief, das zum Anfassen einlädt. „Auf diese Weise,“ so Roman Schuppan, als Architekt bei Werk5 zuständig für haptisch erfahrbare Exponate „wollen wir gemeinsam, als Produktentwickler, Designer, Programmierer und Architekten allen Menschen Zugang zu Produkten und Angeboten ermöglichen, die diese bisher nicht nutzen können“. Steffen Zimmermann, ein weiterer Initiator der Idee ergänzt: „Gleichzeitig soll Inklusion stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken – gegen die Grenzen im Kopf und für mehr Teilhabe.“

Siegerehrung der "Ausgezeichneten Orte 2018". Für #goinclusive Ellen Schweizer und Steffen Zimmermann
Siegerehrung der „Ausgezeichneten Orte 2018“. Für #goinclusive stehen Ellen Schweizer und Steffen Zimmermann auf der Bühne.

Zusammenhalt als Mehrwert für alle

Harald Eisenach, Sprecher der Regionalen Geschäftsleitung Ost / Leiter Firmenkunden Region Ost der Deutschen Bank, gratuliert den Preisträgern: „Wir leben in bewegten Zeiten. Manche sagen sogar: Unsere Gesellschaft driftet auseinander. Verliert also die Idee der großen Gemeinschaft an Kraft? Unsere 100 Preisträger kommen zu einem anderen Ergebnis. Ihre ausgezeichneten Ideen belegen eindrucksvoll: Wir sind ein sehr innovatives Land. Und wir halten zusammen – trotz aller Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.“

Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), erkennt vor allem an, wie sehr die Gesellschaft von denen profitiert, die vorbildhaft vorangehen: „Eine Gesellschaft braucht Zusammenhalt und Chancen für die Teilhabe seiner Bürgerinnen und Bürger. Sonst ist sie kein lebenswerter Ort. Die ‚Ausgezeichneten Orte‘ sind in diesem Jahr Leuchttürme für Gemeinsinn. Die Preisträger verbinden dank ihrer innovativen Ideen Welten – Jung mit Alt, Starke mit Schwachen, Stadt mit Land, Sozialprojekte mit Hightech. Sie beweisen, dass es uns allen Mehrwert bringt, wenn mutige Ideen gefördert und geteilt werden. Ihre 100 Innovationen machen die Gesellschaft ein Stück besser.“

Innovationen bekommen eine Bühne

Die 100 Preisträger erwartet ein Wettbewerbsjahr voller Höhepunkte und professioneller Unterstützung: Ab September werden die Preisträger in den Staatskanzleien ihrer Bundesländer empfangen. „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank lassen die Preisträger von ihrem Netzwerk profitieren. Sie werden zu exklusiven Veranstaltungen eingeladen, dürfen mit dem Gütesiegel „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ für sich werben und so neue Kunden, Partner, Sponsoren oder Mitglieder gewinnen. Wie im Vorjahr können sich Preisträger im Rahmen des Deutsche Bank „Made for Good“-Chancenprogramms von Experten und in Seminaren beraten lassen.

Siegerehrung der "Ausgezeichneten Orte 2018". Für #goinclusive steht hinten rechts Ellen Schweizer auf der Bühne.
Siegerehrung der „Ausgezeichneten Orte 2018“. Für #goinclusive steht hinten rechts Ellen Schweizer auf der Bühne.

Engagierte Partner: „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank

„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI. Die Deutsche Bank ist seit 2006 Partner und Nationaler Förderer des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“.Ziel ist es, Innovationen aus Deutschland im In- und Ausland sichtbar zu machen und die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken.

 

Pressekontakt:

Ihre Kontaktaufnahme per Mail: hello@go-inclusive.de

Weitere Informationen zur Initiative: www.go-inclusive.de

ANSPRECHPARTNER #GOINCLUSIVE

Beratung und Entwicklung:

Dipl.-Des. Steffen Zimmermann,
Dipl.-Des. (FH) Ellen Schweizer

Wir entwickeln Produkte für Alle 
Zionskirchstraße 73
D—10119 Berlin

T +49.30.2345 9978

Entwicklung und Produktion:

Dipl.-Ing- Roman Schuppan | Werk5 GmbH
Wir produzieren Produkte für Alle
Köpenicker Straße 48
D—10179 Berlin

T +49.30.69 80 94-0

Unser Vortrag auf der FOCUS Museum: Erfolgreicher Wandel zum „Museum für alle“

Header Focus

Inklusion verankern. Kollegen positiv einstellen. Mit Widerstand umgehen.

Vortrag Change im Museum
Unser Vortrag „Change im Museum“ befasst sich mit Gründen, Bedenken, Hilfestellungen und Tipps.

Barrierefreiheit stellt uns vor große Herausforderungen. Sie ist extrem vielschichtig und geht weit über das Bauen von Rampen und Aufzügen hinaus. Das ist zwar nicht neu, doch stehen wir immer noch am Anfang. Nicht selten sind Museen aus vielerlei Gründen mit der Umsetzung der UN-Anforderungen überfordert – Mitarbeiter kapitulieren. Die Folge sind oft mangelhafte Ergebnisse und verschwendete Budgets.

Wir zeigen auf, welche Möglichkeiten und Methoden Sie haben, um den größten Teil Ihrer Kollegen im Museum zu einer konstruktiven und aktiven Haltung zu bewegen. 

Denn viele gute Gründe sprechen für die Inklusion im Museum. Doch lässt sie sich nur umsetzen, wenn alle Kollegen das Ziel, den Weg und Ihren Platz darin erkennen und unterstützen. Das Ergebnis, das „Museum für Alle“ wird mehr Motivation hervorrufen als je zuvor.

 


Die Initiative #goinclusive unterstützt Museen durch Beratung, Inklusions-Fachwissen, Design und Produktion.

Ellen Schweizer, Designer, schweizergestaltung
Steffen Zimmermann, Inklusions-Beratung, skjz.de

Initiatoren von go-inclusive.de, Berlin 


Focus Banner

FOCUS: Change Management im Museum

Datum: 25.04. – 27.04.2018
Ort: Archäologisches Landesmuseum Brandenburg (Paulikloster) Neustädtische Heidestraße 28
14776 Brandenburg an der Havel

Infos und Tickets unter www.focus-museum.de#FocusMuseum18

Die Veranstaltungsreihe FOCUS: Museum ist ein Kooperationsprojekt des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg und des gemeinnützigen Fördervereins Freunde des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg e.V. (FALB).

Experten für das inklusive Museum – Treffen Sie uns auf der EXPONATEC in Köln

Messestand auf der Exponatec 2017

Die ganze Expertise jetzt aus einem gemeinsamen Team.
Wir präsentieren die Initiative #goinclusive zur Unterstützung inklusive Projekte erstmals auf der EXPONATEC in Köln. Sie bekommen von uns Beratung und Expertenwissen, Konzept und die gesamte Produktion für jedes Ihrer Projekte – barrierefrei, nicht nur für Blinde und Sehbehinderte.

Die EXPONATEC findet statt vom 22. bis 24. November 2017
Unser Stand:        Halle 3.2 – Gang B – Nr. 079

Messestand auf der Exponatec 2017
Messestand auf der Exponatec 2017

http://www.exponatec.de „Experten für das inklusive Museum – Treffen Sie uns auf der EXPONATEC in Köln“ weiterlesen

Unterschätztes Marktpotenzial

Blinde Menschen sind international unterwegs

Es gibt schätzungsweise eine Milliarde Menschen auf unserem Planeten, die mit einer Behinderung leben – das ist etwa jeder siebte. Das entspricht einem potenziellen Markt der Größe der USA, Brasiliens, Indonesiens und Pakistans – zusammengenommen. Dieser Wert für die Wirtschaft kann genutzt werden.

Mit der Einbeziehung der Unterschiedlichkeit der Menschen in der Produktentwicklung und Kommunikation, erweitert sich auch der Kreis und die Zufriedenheit der einzelnen Nutzer. Es bedarf nur des Bewusstseins während der Entwicklung, und man schafft Produkte, die dann auch im Mainstream erfolgreich sind. Je besser und einfacher das Produkt für verschiedene Nutzungsarten zugänglich ist, desto besser und einfacher wird es von jedem einzelnen Nutzertyp angenommen.

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Business Update: Inklusives Marketing, Tourismus und Technologie

Wir stellen fest, dass immer mehr Geschäftsleute und Marketing-Foren über inklusionsrelevante Themen sprechen. Man liest, wie Dan Brooke die Kreativwirtschaft herausfordert, mehr für die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen zu tun. Es gibt große Marketing-Diskussionen über die Kosten durch Ignoranz gegenüber Verbrauchern mit Behinderungen. Man beobachtet interessiert, wie der Inklusionsmarkt expandiert und warum es sich lohnt, zu investieren.

„Inclusion Branding“ ist auch das Thema des kürzlich veröffentlichten Buches von Debra Ruh. „Business Update: Inklusives Marketing, Tourismus und Technologie“ weiterlesen

Literatur-Barrierefreiheit kostet nichts – sie ist bereits professioneller Standard

Buchrücken mit zusätzlicher Punktschrift

Der ArtikelBarrierefreiheit im digitalen Literaturraum – Barrierefreie Bücher werden nur Realität, wenn sich das Ganze auch rechnetim Börsenblatt vom 14. Juli 2017, ist lesenswert. Er beschreibt aus Insidersicht die Möglichkeiten und Schwierigkeiten beim Erstellen barrierefreier Literatur im elektronischen Format. Dass dieser Weg unumgänglich ist, wird deutlich gesagt. Treffend wird beschrieben, dass die technischen Voraussetzungen vorhanden und mit großem Nutzen anwendbar sind. Dennoch impliziert die Subheadline etwas völlig Falsches. Der Gewinn finanzieller Art ist völlig unerheblich wenn es um Menschenrechte geht und wenn man den Gewinn für die Gesellschaft und noch mehr für jede einzelne betroffene Person bedenkt. Wenn für die Produktion barrierefreier Literatur überhaupt Mehrkosten für die Verlage entstehen, was ich bezweifle, dann ist das nunmal der natürliche Lauf der Dinge, dem allerdings alle Verlage werden folgen müssen.

Ähnliche Sorgen und demnach fast pauschale Ablehnung hat man noch vor drei Jahren in der Filmindustrie Deutschlands gehört. Es wurde praktisch kein Film mit Audiodeskription versehen. Doch „Literatur-Barrierefreiheit kostet nichts – sie ist bereits professioneller Standard“ weiterlesen